Geburtsberichte 2018

30.05.2018 Frökk wurde geboren
Wie wir im vergangenen Jahr schon festgestellt haben, muss man Freisting (Frökks Mama) kurz vor der Geburt sehr gut im Auge behalten, wenn man bei der Geburt dabei sein möchte. ;-)
Am Morgen der Geburt lag ihr pH noch bei 7,2 und am Abend dann bei 6,2. Es ging dann auch gleich in der Nacht gegen Mitternacht los und alles lief routiniert und ohne viel Aufregung ab. Ich freue mich tierisch über diese tolle Stute!! 

Wir haben Frökk ein paar Haare ausgezupft und sie zu Laboklin geschickt. Vielleicht habe ich das riesige Glück und die Maus ist auch noch ein Farbwechsler. Die Daumen sind gedrückt!! :-D
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24.05.2018 Ófeig wurde geboren
Im vergangenen Jahr hatte Orka (Ófeigs Mutter) ca. eine Woche lange mit mir ihren Schabernack getrieben. Sie hatte ihr Fohlen 10 Tage vor dem errechneten Stichtag auf der Wiese alleine zur Welt gebracht und hatte sich anschließend eine Woche lang meinem Zugriff entzogen. Wenn wir es wirklich gewollt hätten, hätten wir Stute und Fohlen eingefangen bekommen, aber weil so viele andere Muttis mit ihren kleinen Fohlen ebenfalls auf dieser Wiese standen, wollten wir keine unnütze Unruhe hineinbringen. Nach den besagten 7 Tagen kam Orka dann einfach stolz auf mich zu und holte ihr Leckerli ab... als wenn nichts gewesen wäre. 
Soviel zur Vorgeschichte... In diesem Jahr sollte mir das nicht passieren. ;-) Wir holten sie also 14 Tage vor dem errechneten Stichtag rein und haben wie bei allen Stuten den pH-Wert gemessen. Am Vorabend der Geburt lag er noch immer bei 6,8, so dass ich mir sicher war, dass da nichts kommt. Morgens öffnete ich meine Augen, blickte auf die Kamera und tadaa... dort stand ein kleines Fohlen. Orka hat mich sozusagen das zweite Mal in Folge an der Nase herum geführt. Aber es lief anscheinend alles super, die Nachgeburt war auch schon runter und die Maus hatte getrunken. :-)
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07.05.2018 Læða wurde geboren
Lokka (Læðas Mutter) war zwar bereits über dem errechneten Stichtag, aber wir waren uns ganz sicher, dass sie noch nicht fohlen wird. Am Samstag Nachmittag war sie noch Übungspferd für unseren Osteopathiekurs mit dem Thema "Beurteilung der Zähne" und in diesem Rahmen habe ich mit den Schülern zusammen bei Lokka noch den pH bestimmt, der bei 7,2 lag. Auch am Sonntag gab es keine Auffälligkeiten und das gleiche galt für Montag morgen als wir zum Einkaufen gefahren sind. Als wir am Montag in der Mitte des Vormittags wieder nach Hause kamen, holte ich Emma zur Bedeckung von der Hauskoppel. Ich blickte nach rechts zur Tränke und sah dort ein Rappscheckfohlen stehen... ganz alleine. Es sah fast so aus wie Lindas Fohlen und ich dachte schon, dass es merkwürdig ist, dass Linda nicht bei ihr ist. Also blickte ich über die Wiese und sah auf der anderen Seite Linda stehen... mit ihrem Fohlen. Ich war ein wenig verdutzt und dachte dann, dass es nur Linas Fohlen sein könne, das auch starke Ähnlichkeit mit diesem hier hatte, aber Lina war nicht da und stand mit ihrem Baby auf einer anderen Wiese. Ich rief nach Jonas... "Schatz, wir haben ein Fohlen zu viel auf der Weide!" Aus der Ferne hört ich nur ein Grummeln und Satzfetzen wie: "...so ein quatsch!" , "...schau genau hin...", usw.. Als Jonas neben mir stand und das Fohlen sah, sagte er: "Das ist doch Lindas! Du siehst Gespenster!" Aber als auch er nach links blickte, sah er Linda mit Fohlen. Um die Sache abzukürzen: Es konnte nur Lokkas Fohlen sein, welches die Mutti "heimlich" ohne uns zur Welt gebracht hatte. Lokka stand mit dem Shetty unserer Tochter im Laufstall. Dort muss das Fohlen geboren worden sein, hat auch getrunken und laufen gelernt, ist dann durch das Fressgitter rausgekrabbelt, hat unterwegs vor der Tür zur Untersuchungsfläche noch das Darmpech abgesetzt (das haben wir dort gefunden) und ist dann weiter in Richtung Weide, durch den Holzzaun durch auf die andere Seite. Wer sagt, dass Neugeborene nicht von Mutti weglaufen und sagen, dass die ja nicht weit kommen, wird hiermit eines besseren belehrt. :-P Wir holten die Mutti, die im übrigen völlig ruhig am Fressen war, und brachten sie auf die Wiese zu ihrem Fohlen. Beide freuten sich, aber ich hatte mir von diesem Wiedersehen mehr Euphorie versprochen. ;-)
Durch diese Geschichte hat die Maus auch ihren Namen erhalten: Læða. Das bedeutet: eine die heimlich geht; schleicht.
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03.05.2018 Una wurde geboren
Bereits im vergangenen Jahr habe ich das Abfohlen von Úa (das ist Unas Mutter) nur durch Zufall mitbekommen, weil in der Nachbarbox meiner einen Kameraüberwachungsbox der weiße Bauchfleck im Dunkeln beim Wälzen schien und ich zur Sicherheit einmal nachgucken wollte. In diesem Jahr hat Úa es dann tatsächlich geschafft mich komplett zu überlisten. Eigentlich messe ich ab dem errechneten Stichtag ja immer den pH-Wert des Präkolostrums, aber das war in diesem Jahr bei Úa nicht möglich. Aus dem Euter kam nicht wie sonst die klare oder weißliche Flüssigkeit, sondern gelber "Schmodder", der ein wenig an Vanillepudding erinnerte. Dieses Zeug war auf dem pH-Streifen aber in keinster Weise beurteilbar, alleine durch seine Farbe und Konsistenz. Ich dachte, dass sich das noch verändern würde, wenn die Geburt bevorsteht, aber Pustekuchen... Úa hat heimlich mit relativ schlaffem Euter mit "Vanillefüllung" in der Nacht abgefohlt als alle Blicke auf Linda gerichtet waren, die schon seit drei Tagen mit einem pH von 6,2 rumlief und die natürlich nicht gefohlt hatte. Morgens beim Füttern fand ich dann die kleine Una... sie war putzmunter, trank wie eine Große und hätte mir vermutlich gerne eine lange Nase gedreht. :-)
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02.04.2018  Tristan wurde geboren
Kápa (Tristans Mutter) hat uns ganz lady-like noch knappe drei Wochen nach ihrem errechneten Stichtag warten lassen. Einen Tag vor der Geburt fiel dann endlich der pH und ab Mittag wurden Harztropfen sichtbar. Ich war mir sicher, dass es nun bald losgehen musste, aber es geschah einfach nichts. Die ganze Nacht über stellte ich den Wecker jeweils 30min weiter, aber Madame fraß und schlief in aller Ruhe. Es war zum verrückt werden! Gegen 5h konnte ich einfach nicht mehr und ich entschied mich, den Wecker dieses Mal einen ganze Stunde weiter zu stellen. Um 6h wachte ich auf und blickte auf die Kamera: Tristan war schon komplett geboren. :-/ Er lag zwar noch mit dem Hintern in der Blase und seine Mutter hat noch gelegen, aber eigentlich war das "Spannende" bereits durch. Was habe ich mich im ersten Augenblick geärgert, aber im zweiten Schritt siegte natürlich die Freude über das gesunde Fohlen und darüber, dass auch ohne mich alles gut verlaufen ist. Herzlich Willkommen auf der Welt !!!! :-D

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20.03.2018  Móinn wurde geboren
Mit dem kleinen Móinn hatten wir noch überhaupt gar nicht gerechnet. Zwar hatte seine Mutter Sirrý am 19.03. ihren errechneten Stichtag, aber so früh im Jahr kommen die Lütten ja eigentlich alle ca. 10 bis 14 Tage später und außerdem warteten wir eigentlich am Kápa (Stichtag 12.03.).
Da Sirrý aber zu den "ungewöhnlichen" Geburten neigt, die keine konkreten Vorzeichen haben und die Stute uns an diesem Abend ein wenig komisch vorkam, rutschte sie für diese Nacht in die Kamerabox.
Bereits ziemlich früh am Abend (gegen 19h) zeigte Sirrý uns, dass es bei ihr im Bauch ganz schön zwickte. Sie war sehr unruhig, tigerte durch die Box und drückte immer wieder den Hintern gegen die Wand. Gegen 21:20h ging es dann so richtig los. Sie legte sich immer wieder hin und nach kurzer Zeit wurden die kleinen Füßchen von Móinn sichtbar. Sirrý ist eine erfahre Mutti, so dass wir sie erst einmal alleine ließen und das ganze über die Kamera beobachteten. Erst als wir merkten, dass die Geburt ein wenig stagnierte, gingen wir in den Stall und halfen ihr kurz. Schnell zeigte sich auch, warum die Geburt sich ein wenig in die Länge zog, denn Móinn war ein riesiges Fohlen und Sirrý sichtlich erleichtert als der junge Mann endlich "raus" war. Sofort kümmerte sie sich vorbildlich um ihren Nachwuchs und der Rest lief quasi wie von selber (aufstehen, Euter finden, etc.).

Móinn ist ein wunderschöner Windfarbschecke und unser erster Nachkomme von Ívan. Der kleine Mann gefällt uns so gut, dass wir diese Anpaarung für 2019 wiederholen werden. <3

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06.03.2018 Væna wurde geboren
Seit ein paar Tagen hatte ich Vaenas Mutter Emma bereits in der Kamerabox, aber sie tat nachts das, was wir auch von ihr erwartet hatten: tief und fest schlafen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Ihr Euter war für eine Erstgebärende typisch unspezifisch (also nicht sehr prall, "mit Kante" und kleinen Zitzen), so dass ich mich bei ihr hauptsächlich auf ihr Verhalten verlassen wollte. Emma und ich kennen uns bereits seit ihrer Geburt, so dass ich sie eigentlich ganz gut einschätzen kann.
Am Abend der Geburt war sie leicht unruhig, aber wir haben es erst einmal auf ein paar Veränderungen im Stall (da stand z.B. eine neue Stute, die die ganze Zeit rumquietschen musste) geschoben. Gegen Mitternacht entschloss ich mich dann aber doch für eine ausführlichere Beobachtung, weil es eigentlich so gar nicht Emmas Art ist, sich die ganze Nachtruhe von einer neuen Stute versauen zu lassen. Jonas schnarchte bereits tief und fest und ich beschloss einfach mal "dranzubleiben" an der Kamera.
Emma legte sich immer wieder hin, fand dann aber nicht wirklich Ruhe und stand zeitnah wieder auf. Sie schaute sehr viel zu ihrer Busenfreundin Kápa rüber, die in der Nachbarbox steht, so dass ich schon ein paar Mal den Verdacht in mir spürte, dass vielleicht Kápa bereits gefohlt hätte, aber diese Gedanken gingen schnell vorüber. ;-)
Gegen 1:30h verdeutlichten sich dann die Anzeichen, dass es bei Emma gleich losgehen musste: sie fraß nicht mehr! Wer Emma kennt, weiß, dass das eine Unmöglichkeit bei ihr ist, weil sie ansonsten immer so tut als wenn sie gleich verhungern würde.
Das Einstellen des Fressens wurde dann begleitet von wiederholtem Drücken des Hinterns gegen die Wand und dann wurden auch schon die weißen Füßchen des Fohlens sichtbar.
Der Rest der Geburt verlief wie im Bilderbuch: Emma legte sich ab und fing an zu pressen. Nach ein paar Minuten kamen wir dazu und halfen ihr ein wenig bei der Geburt im Rhythmus der Wehen, weil es ja schließlich ihr erstes Fohlen ist. Als die kleine Maus dann komplett draußen war, war Emma die Erschöpfung deutlich anzumerken und sie hatte auch ordentlich geschwitzt. Trotzdem kümmerte sie sich sofort vorbildlich um ihr Fohlen, leckte es ab, brummelte es an und motivierte es zum Aufstehen.
Nach kurzer Zeit stand die kleine Maus und fing auch schnell an nach dem Euter zu suchen. Emma stupste die Lütte wie ein Profi in Richtung Euter (Anmerkung: Fohlen können zu Beginn ganz schön dusselig beim Suchen des Euters sein. Da wird auch gerne mal die Wand abgeleckt oder an der Brust der Mutti gesucht), stellte ihr Bein ab, damit die Kleine platzt zum Trinken hatte und wartete geduldig bis es beim Nachwuchs einen Geistesblitz bezüglich des Euters gegeben hat.
So wünsche ich mir bitte auch die kommenden Geburten in diesem Jahr!!! Das wäre ein Traum!

Mittlerweile hat das Stutfohlen auch einen Namen erhalten. Sie wird in Zukunft auf den Namen "Vaena" hören (das bedeutet: die Gutaussehende) und sie ist eine wunderschöne Rotfuchsschecke.
Herzlich Willkommen im Leben, kleine Vaena!!! :-)
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