Geburtsberichte 2019

07.03.2019 Móála  wurde geboren
Mit Yma und mir ist das immer wie bei einem "Katz-und-Maus-Spiel"... Sie versucht alles, damit ich nicht bei der Geburt dabei bin. Nun kennen wir beide uns schon seit mehreren Jahren und Fohlen und ich würde sagen, dass es aktuell 50 : 50 steht (zu 50% hat sie mich ausgetrickst und zu 50% habe ich sie erwischt).
Man kann sich bei Irmhild auch überhaupt nicht auf die Geburtsanzeichen verlassen. In einem Jahr hat sie ein Euter wie eine Milchkuh und die Milch tropft bereits schon 1-2 Tage vorher und ein anderes Mal hat sie ein schlaffes Euter, so dass man denkt, dass es noch ein paar Tage dauert und dann steht da morgens doch plötzlich ein kleines Wesen neben ihr. 
Auch in diesem Jahr wollte sie mich aufs Glatteis führen. Das Euter war zwar prall (auch nach dem Weidegang), aber noch "mit Kante" und man konnte erst ab dem 06.03. morgens eine klare Flüssigkeit aus dem Euter zur pH-Bestimmung abmelken. Der pH lag am Abend des 06.03. noch zwischen 6,8 und 7,0. Normalerweise hätte ich da gesagt, dass man ruhig schlafen gehen kann, weil eh kein Fohlen kommen wird, aber in dieser Nacht war es anders. Wie gesagt: Wir kennen uns seit mehreren Jahren und somit hatte ich ein merkwürdiges Gefühl im Bauch. Jonas hat mich mal wieder für verrückt erklärt als ich die nächtliche Überwachung startete, aber ich sollte recht behalten. Ich wollte gerade aufgeben, weil Yma nur genüsslich fraß, als sie sich das erste Mal hinlegte. Da Yma eine erfahrene Mami ist, dauert es jetzt nur noch gefühlte 10min bis das Fohlen auf der Welt war.
Alles lief wie im Bilderbuch und die kleine Maus ist fit wie ein Turnschuh. Wie es für Yma üblich ist, hat sie "einen deutschen Riesen" in die Welt entlassen. Ihr Name soll "Móála" sein, was "mausfalbene Stute" bedeutet. Sie hat daher auch schon den Spitznamen "Koala". :-P
_______________________________________________________________

26.02.2019 Nonni ♂ wurde geboren
Normalerweise übertragen Stuten, die ihren errechneten Stichtag so früh im Jahr haben, gerne mindestens 14 Tage. Da das Wetter aber bereits seit Anfang des Monats wie im Frühling war, hatte Dama sich anscheinend dazu entschlossen, ihr Fohlen recht pünktlich in die Welt zu entlassen und uns nur zwei Tage länger warten zu lassen.
Am Abend der Geburt war Dama eigentlich wie immer... Seitdem sie hochtragend war, verhielt sie sich futtertechnisch wie ein Staubsauger und inhalierte quasi jeden Heuhalm, der irgendwo rumlag. Die einzigen beiden Anzeichen, die sehr auf eine Geburt hindeuteten, waren ein pralles Euter (auch nach dem Weidegang) und ein pH von 6,5.
Wie in jedem Jahr machten Jonas und ich ab abends Arbeitsteilung: Ich starrte jede Sekunde auf die Stallkamera und Jonas... schlief. Gegen Mitternacht mochte ich auch nicht mehr, aber da begann Dama zum Glück sich aktiver in der Box zu bewegen, den Hintern gegen die Wand zu drücken und schlecht gelaunt auszusehen. Dadurch erhielt ich wieder einen Adrenalinschub und konnte problemlos die letzten 30min bis zum Beginn der sichtbaren Geburt (Austreibungsphase) durchhalten.
Damas Geburt verlief vorbildlich! Sie musste zwar ordentlich drücken, aber als Klein-Nonni dann vor ihr lag, hat sie sich verhalten wie ein alter Hase. Sie beleckte ihn und bereits nach einer Stunde konnte der junge Mann sicher laufen und sie schubste ihn in Richtung des Euters. Die Nachgeburt löste sich auch ca. eine Stunde später und Dama schwebte im siebten Mutterhimmel.
_______________________________________________________________